Praktische Beziehungstipps für eine langfristige Partnerschaft

Bist du auf der Suche nach wirkungsvollen Beziehungstipps? Der Alltag ist für viele Menschen die härteste Prüfung für ihre Partnerschaft. Während Höhen, Tiefen und Krisensituationen Paare häufig näher zusammenbringen, lassen Stress und Eintönigkeit des Alltags die Gefühle eher abstumpfen und viel zu oft in den Hintergrund rücken. Hier findest du eine Anleitung zur Erholung für eure Liebe durch diese fundierten Beziehungstipps!

Ich möchte eine Beziehung: Was ist zu bedenken?

Bist du dir sicher, dass du bereit bist, eine Beziehung einzugehen?

Bevor du dich in eine Beziehung stürzt, solltest du sicher sein, dass du bereit bist, dich auf eine andere Person einzulassen. Eine Beziehung ist nicht immer leicht und es gibt – je nach Bewusstseinsgrad der Beteiligten – Arbeit und die Fähigkeit der Selbstreflexion, die man in sie investieren muss. Beziehungen können auch anstrengend sein und es ist wichtig, dass du dir darüber im Klaren bist, bevor du dich auf eine einlässt.

Eine Beziehung einzugehen bedeutet – je nach Persönlichkeit – auch, Kompromisse einzugehen. Du musst bereit sein, dich auf die Bedürfnisse und Wünsche deines Partners einzustellen und ihm entgegenzukommen. In einer Beziehung sollte es auch um das Wohl des Anderen gehen und nicht nur um deine eigenen Bedürfnisse.

Du solltest auch bereit sein, Zeit in die Beziehung zu investieren. Eine gute Beziehung erfordert Selbstreflexion und es ist wichtig, dass du dir darüber im Klaren bist. Wenn du nicht bereit bist, ehrlichen Herzens Energie in die Beziehung zu investieren, dann ist sie vielleicht nicht das Richtige für dich.

Wenn du diese Dinge beachtest, dann steht einer glücklichen Beziehung nichts mehr im Weg.

Wie finde ich den richtigen Partner?

Wenn man den richtigen Partner finden will, sollte man zunächst einmal wissen, was man eigentlich sucht. Viele Menschen haben keine klare Vorstellung davon, wer sie selbst sind, was sie wollen und suchen einfach nach dem erstbesten Partner, der ihnen über den Weg läuft. Dies ist jedoch keine gute Strategie, da man so leicht mit jemandem zusammen ist, der eigentlich nicht zu einem passt.

Sandra und Matthias Exl in der Natur

Es ist wichtig, sich im Klaren darüber zu sein, wer man ist, was man von einer Beziehung erwartet und wonach man sucht. Wenn man weiß, wer man selbst ist, was man will, ist es viel einfacher, den richtigen Partner zu finden. Auf diese Weise kann man auch vermeiden, in eine unglückliche Beziehung zu geraten oder sich in jemanden zu verlieben, der nicht gut für einen ist. Anders ausgedrückt:

Je mehr ich mich selbst erkenne, desto weniger schmerzhaft muss mir dies eine Beziehung aufzeigen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Suche nach dem richtigen Partner ist die Chemie. Wenn es zwischen zwei Menschen funkt und die Chemie stimmt, ist die Beziehung meistens auch von längerer Dauer. Daher sollte man nicht nur auf die optischen Reize achten, sondern auch darauf, ob es zwischen einem und dem anderen Menschen wirklich funkt. Wenn es keine Anziehungskraft gibt oder die Chemie nicht stimmt, ist die Beziehung meistens von kurzer Dauer.

Auch wenn es wichtig ist, den richtigen Partner für sich zu finden, sollte man nicht vergessen, dass niemand perfekt ist. Jeder Mensch hat seine Fehler und Macken und man sollte deshalb versuchen, diese anzunehmen und zu akzeptieren. Niemand ist perfekt und wenn man den perfekten Partner sucht, wird man ihn vermutlich nie finden. Es ist wichtig, realistisch zu bleiben und sich darüber im Klaren zu sein, dass auch der richtige Partner seine Fehler hat, so wie ich selbst auch.

Wenn du also auf der Suche nach dem richtigen Partner bist, solltest du dich zunächst fragen, was du eigentlich suchst und wonach du Ausschau hältst. Versuche außerdem herauszufinden, ob die Chemie zwischen euch stimmt und ob ihr Gemeinsamkeiten habt. Und denke immer daran: Niemand ist perfekt – auch der richtige Partner nicht!

Selbsterkenntnis und Erwartungen

Niemand ist perfekt. Auch du bist nicht perfekt. Und das ist okay! Jeder hat Fehler und Schwächen. Was du tun kannst, ist, an dir selbst zu arbeiten und dich zu verbessern. Wenn du an dir selbst durch Selbstreflexion arbeitest, wirst du auch in deinen Beziehungen besser sein. Hier sind einige Tipps, wie du an dir selbst arbeiten kannst:

  1. Finde heraus, was dich glücklich macht: Mach dir bewusst, was dich glücklich macht. Was sind die Dinge, die dich zum Lächeln bringen? Was macht dich froh? Wenn du weißt, was dich glücklich macht, kannst du mehr davon in dein Leben bringen.
  2. Lerne Neues: Lerne etwas Neues! Egal ob es eine neue Sprache ist, ein neues Hobby oder etwas anderes – wenn du Neues lernst, wirst du dich intellektuell stimulierter fühlen und mehr zu bieten haben.
  3. Pflege deine Beziehungen: Pflege deine Beziehungen zu deiner Familie und Freunden. Treffe dich regelmäßig mit ihnen und unterhalte dich gut mit ihnen. Je besser deine Beziehungen sind, desto glücklicher wirst du sein.

Welche Phasen der Beziehungen gibt es?

Kennenlernphase

  1. In der Kennenlernphase ist es wichtig, dass ihr euch Zeit nehmt, um euch besser kennenzulernen. Lernt euch in Ruhe kennen und erschreckt euch nicht, wenn ihr mal etwas anderes über den anderen erfahrt. Es ist völlig normal, dass man sich in der Kennenlernphase noch nicht so gut kennt und deshalb auch noch nicht weiß, ob man zusammenpasst. Gebt euch Zeit und lasst alles auf euch zukommen.
  2. In der Kennenlernphase ist es auch normal, dass man sich noch nicht so gut kennt und deshalb auch noch nicht weiß, ob man zusammenpasst. Gebt euch Zeit und lasst alles auf euch zukommen. Nehmt euch die Zeit für Gespräche und Unternehmungen und plant auch gemeinsame Zukunftspläne. So lernt ihr euch immer besser kennen und könnt sehen, ob ihr wirklich zusammenpasst.
  3. Oft ist es in der Kennenlernphase so, dass man sich noch nicht richtig entscheiden kann, ob man den anderen wirklich mag oder nicht. Man ist hin- und hergerissen zwischen Anziehung und Abneigung. Dies ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. Gebt euch etwas Zeit, um herauszufinden, ob ihr zusammenpasst oder nicht. Wenn ihr merkt, dass die Gefühle füreinander immer stärker werden, dann seid ihr auf dem richtigen Weg.

Verliebtsein

Jeder kennt sie, die erste Verliebtheitsphase. In dieser Phase ist man den ganzen Tag damit beschäftigt, an seinen neuen Partner zu denken und sich ständig Fragen zu stellen wie: „Was macht er/sie gerade?“ oder „Was denkt er/sie über mich?“. Die Gedanken drehen sich nur um die Person und es fühlt sich an, als ob man nicht mehr ohne sie leben könnte.

Diese Verliebtheitsphase ist eine der schönsten Phasen in einer Beziehung, doch leider hält sie meistens nicht lange an. Sobald man sich besser kennengelernt hat und Alltag in die Beziehung Einzug erhält, lassen die Gefühle oftmals etwas nach. Doch keine Sorge – auch wenn es in der Beziehung danach vielleicht etwas ruhiger zugeht, bedeutet das nicht, dass die Liebe verschwunden ist!

In der Verliebtheitsphase kann es schwer sein, die Beziehung auf einem vernünftigen Level zu halten. Die meisten Paare in dieser Phase sind sehr verschieden und haben unterschiedliche Bedürfnisse. Es ist wichtig, dass ihr beide euch Zeit nehmt, um herauszufinden, was der andere braucht und was für euch beide wichtig ist.

Einige Tipps für die Verliebtheitsphase:

  1. Nehmt euch Zeit füreinander. In der Verliebtheitsphase ist es normal, viel Zeit miteinander zu verbringen. Aber es ist auch wichtig, dass ihr beide genug Freiraum habt und euch nicht ständig kontrolliert. Gebt dem anderen die Möglichkeit, Freunde zu sehen und sich auch mal alleine zu beschäftigen.
  2. Redet miteinander. In der Verliebtheitsphase ist es leicht, sich in den anderen zu verlieben und alles andere um sich herum zu vergessen. Redet miteinander über eure Bedürfnisse und Wünsche und hört auch auf das, was der andere sagt. So könnt ihr besser verstehen, was den anderen glücklich macht und was er oder sie braucht.
  3. Seid ehrlich zueinander. Die Verliebtheitsphase ist eine Zeit der großen Gefühle und manchmal können diese Gefühle überwältigend sein. Seid aber ehrlich zueinander und teilt eure Sorgen und Ängste mit dem anderen. So könnt ihr gemeinsam an euren Problemen arbeiten und die Beziehung stärken.

Phase der Beziehungsprobleme

In vielen Beziehungen gibt es einen Punkt, an dem sie stagniert. Das ist ganz normal. Aber wenn du das Gefühl hast, dass deine Beziehung stagniert und du keine Ahnung hast, wie du sie wieder in Gang bringen kannst, dann sind hier ein paar Tipps für dich:

  1. Achte auf deine Kommunikation: Gerade in der Phase von Beziehungsproblemen ist Kommunikation alles. Wenn Du nicht kommunizierst, können Konflikte nicht gelöst und Probleme nicht angesprochen werden. Stell sicher, dass du offen über deine Gefühle sprichst und ihr euch gegenseitig zuhört.
  2. Werde aktiv: Einer der Gründe, warum Beziehungen stagnieren, ist weil Menschen keine Zeit in die Beziehung und das Gegenüber investieren.
  3. Lass alte Fehler los: In jeder Beziehung gibt es vergangene Fehler und alte bereits gelöste Konflikte. Das ist ganz normal. Aber manchmal werden alte Wunden in Konflikten immer wieder aufgewärmt statt losgelassen.
  4. Nimm Dir Zeit für Dich selbst: Gerade in problematischen Situationen ist es notwendig, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und die Situation zu reflektieren.

Trennung

Trennungen sind nie einfach – vor allem, wenn man noch Gefühle für den anderen hat. Diese Phase ist oft mit sehr viel Schmerz und Wut verbunden. Man fragt sich, was man hätte tun können, um die Beziehung zu retten und warum es gerade einem passiert. In dieser emotional aufgeladenen Situation ist es oft schwer, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Auch wenn man weiß, dass die Trennung die beste Lösung ist, fühlt sie sich oft trotzdem schrecklich an. In dieser Phase wirst du dich häufig fragen: Was soll ich tun? Wie sage ich es ihm/ihr? Und vor allem: Wie geht es jetzt weiter?

Doch keine Sorge, auch wenn die ersten Tage und Wochen nach der Trennung sehr schwer sein können, mit der Zeit wirst du merken, dass es dir immer besser geht und du dich langsam aber sicher damit abfindest. Um dir in dieser Phase etwas unter die Arme zu greifen, haben wir hier ein paar Tipps für dich:

  1. Verbringe Zeit mit Freunden und Familie
    In dieser Phase ist es ganz normal, dass du dich einsam fühlst und dir alles negativ erscheint. Deshalb ist es umso wichtiger, Zeit mit Menschen zu verbringen, die dir guttun und bei denen du dich geborgen fühlst. Ruf deine Freunde an oder treffe dich mit ihnen. Auch deine Familie kann in dieser Zeit ein großer Trost sein – falls du sonst nicht so viel Kontakt hast (zum Beispiel weil du weit weg von zuhause lebst), ist jetzt der perfekte Zeitpunkt dafür!
  2. Bleib positiv! Auch wenn es schwerfällt: Versuche in dieser Phase optimistisch zu bleiben und positiv in die Zukunft zu blicken. Sag dir immer wieder: Es gibt Schlimmeres als Single zu sein. Denk an all die Dinge im Leben, auf die du jetzt ohne Partner Lust hast und freue dich drauf!
  3. Es geht vorbei: So viele Menschen haben sich getrennt. Fast jeder kennt das Gefühl, dass der Schmerz niemals enden wird. Sei dir bewusst: Es geht vorbei! Der Sonnenaufgang wartet schon auf dich.

Was kann eine Langzeitbeziehung gefährden?

Die meisten Paare nehmen sich im Alltag zu wenig bewusste Zeit für ihre Liebe und müssen irgendwann zu ihrem großen Bedauern feststellen, dass die Flamme erloschen ist. Langzeitbeziehungen haben es im stark durchgetakteten Alltag besonders schwer. Mehr als 40 Prozent der Ehen in Deutschland werden wieder geschieden. Was für die Ewigkeit gedacht war, zerbricht häufig schon nach wenigen Jahren. Dabei sind es meist nicht die großen Krisen wie ein Seitensprung, eine schwere Erkrankung, finanzielle Probleme oder ein anderer Schicksalsschlag, die eine Beziehung zerbrechen lassen. Es sind die kleinen Dinge, die die gemeinsame Zeit so wertvoll machen und die uns im Alltag doch immer wieder verloren gehen, weil wir sie für selbstverständlich halten und nicht gut genug auf sie achtgeben.

Psychologische Beziehungstipps aus dem Ehelabor

Eine Gruppe von Wissenschaftlern aus den USA hat in einer Langzeitstudie herauszufinden versucht, woran so viele Langzeitbeziehungen tatsächlich scheitern. Das Team um den Psychologen und Mathematiker John Gottman [1], der auch als Einstein der Liebe bekannt ist, hat an der Universität Washington in einem eigens dafür als Pension eingerichteten Labor [2] einhundert Paare über mehrere Jahre hinweg begleitet. Im so genannten „Ehelabor“, dem Love Lab, wurden die Probanden immer wieder zu zentralen Punkten in ihrer Beziehung befragt und in ihrer Kommunikation beobachtet.

Dabei kristallisierte sich eine Problematik heraus, der den Wissenschaftlern zufolge die häufigste Ursache dafür ist, dass Paare, die schon lange zusammen sind, sich schließlich trennen: Missachtung. Was die Wissenschaftler zu Beginn ihrer Langzeitstudie selbst nicht besonders stark in den Fokus des Interesses rückten, wurde schnell bei einer überwältigenden Mehrheit der befragten Paare als Problem thematisiert. Missachtung, so die Wissenschaftler, werde deshalb für viele Paare früher oder später zu einem Trennungsgrund, weil sie den ganz ursprünglichen Wunsch aller Menschen nach Vertrauen, Aufmerksamkeit und Nähe verletzt.

Gottman selbst, im Herzen Mathematiker, fasste seine Forschungsergebnisse später in mathematischen Gleichungen, den so genannten „Nichtlinearen Differenzialgleichungen“ zusammen und entwickelte die noch heute in der Paartherapie angewandte Gottman-Konstante. Diese mathematische Formel besagt, dass innerhalb einer Beziehung fünf positive Reaktionen auf den Partner erforderlich sind, um eine negative zu kompensieren (Formel 5:1).

Deshalb sind Achtsamkeit und Bewusstsein füreinander in der Partnerschaft ebenso wertvoll wie gegenseitige Anziehung und Kommunikation. Wer dem Partner gegenüber auch nach vielen Jahren noch offen und zugewandt bleibt und seinen Bedürfnissen mit Respekt und ehrlichem Interesse begegnet, hat gute Chancen, auch nach vielen Jahren noch in einer glücklichen und gesunden Beziehung zu leben.

Gefahr für die Beziehung: Alltagstrott und Routine

Da hat man ihn endlich gefunden, den Partner fürs Leben, der das Herz höherschlagen lässt, und dann hat man praktisch keine Zeit, um die Liebe zu genießen. Unser Alltag ist zu schnelllebig, zu voll, zu fremdbestimmt. Paarzeit ist meist spärlich gesät. Besonders stark betroffen sind Paare, die beruflich sehr engagiert und zusätzlich Eltern von kleinen Kindern sind. Im Alter zwischen 25 und 45 Jahren ist der Druck, allem gerecht zu werden, besonders hoch. Psychologen nennen diese Zeitspanne auch die Rush-Hour des Lebens. Mehr als ein durchorganisierter Alltag mit Übergaberitualen und einem Hang zum Minimalismus bleibt da selten.

Dabei kann die Liebe in einer Beziehung nur dauerhaft erhalten bleiben, wenn Paare auch noch Zeit für sich haben und ihre Gefühle füreinander leben und pflegen dürfen. Bleibt für innige gemeinsame Momente zu wenig Zeit, wird die Liebe vom Alltagstrott erstickt. Wie weit der Verfall schon vorangeschritten ist, erkennen vor allem Langzeitpaare meist erst spät. Die Routine hat sie schleichend und unbemerkt zu Geschäftspartnern im Unternehmen Alltag werden lassen und so die Paarebene durch eine Teamebene ersetzt.

Das bedeutet nicht, dass Routinen in Beziehungen grundsätzlich ein Zeichen für ein Erlöschen der Liebe sind. Früher oder später kommen viele Paare an den Punkt, an dem aus Verliebtheit entweder eine tiefere Liebe wird, oder sich die Wege wieder trennen, weil man feststellt, dass die Gemeinsamkeiten nicht ausreichen für eine dauerhafte Partnerschaft. Der Übergang vom Verliebtsein zur Liebe wird von Langzeitpaaren grundsätzlich als sehr angenehm empfunden, denn es stellt sich eine tiefe Vertrauensebene ein, die dem Wunsch des Menschen nach Sicherheit und Geborgenheit entspricht. Die in Berlin praktizierende Psychologin Miriam Junge [3] erklärt die Veränderung folgendermaßen:

„In einer langjährigen Beziehung vertrauen sich beide Menschen und geben dieses Vertrauen eventuell an ihre Kinder weiter. Die Beziehung lebt davon, die besonderen ‚Macken‘ des anderen zu kennen. Es ist nicht notwendig zu hinterfragen, was der Partner braucht und sich wünscht. Man vertraut sich blind. Der Wochenendeinkauf im Supermarkt oder das Gefühl, sich vor dem Partner in Jogginghose präsentieren zu können, symbolisiert ein starkes Zeichen von Vertrauen.“ [4]

Routinen innerhalb der Partnerschaft sind also wohltuend, weil sie Vertrauen und Geborgenheit schaffen. Wir fühlen uns wohl, wenn wir ein Zuhause im anderen gefunden haben. Wichtig ist dabei nur, dass wir einander nicht als selbstverständlich nehmen und uns auch nach vielen gemeinsamen Jahren noch Mühe geben und für unsere Liebe den Raum schaffen, der ihr gebührt.

Beziehungstipps: Was tun damit eine Beziehung lange hält?

Du wünschst dir, dass deine Liebe ein Leben lang hält und du auch noch nach vielen Jahren in einer Partnerschaft lebst, die von gegenseitiger Achtsamkeit geprägt ist. Dafür kannst du jeden Tag etwas tun. Gib eurer Liebe Raum und achte darauf, dass sie im Alltag nicht die Bedeutung verliert und in den Hintergrund gerät. Mit diesen kleinen Denkanstößen kann es gelingen, auch im hektischen Alltag als Paar füreinander da zu sein:

Kommuniziere offen und ehrlich

Eine Beziehung ist nur so stark, wie die Kommunikation zwischen den Partnern. Wenn du also eine gesunde und glückliche Beziehung haben willst, ist es unerlässlich, dass ihr beide offen und ehrlich miteinander redet. Das bedeutet natürlich nicht, dass ihr jeden kleinen Streit ausklammern solltet – im Gegenteil! Konflikte gehören zu einer normalen Beziehung dazu und sind völlig normal. Doch wenn ihr beide bereit seid, an diesen zu arbeiten und gemeinsam Lösungen zu finden, steht einer langfristigen Beziehung nichts mehr im Weg.

Höre auf dein Bauchgefühl

Wenn du in einer Beziehung bist, ist es bei den meisten Partnerschaften normal, dass hin und wieder mal etwas nicht stimmt. Vielleicht hast du dich in letzter Zeit gestritten oder fühlst dich vernachlässigt. In so einem Fall ist es oft schwer, den Kopf auszuschalten und mit dem Bauchgefühl zu entscheiden. Aber gerade in einer Beziehung ist es wichtig, auf die Stimme der Intuition zu hören.

Wenn dein Bauch dir sagt, dass etwas nicht stimmt, spreche es an und handle. Sagt dir das Bauchgefühl, dass die Beziehung vielleicht doch nicht das Richtige für dich ist, solltest du diesem Gefühl ebenso vertrauen und handeln. Natürlich kann es sein, dass alles halb so wild ist und sich alles bald wieder beruhigt – aber vielleicht spürst du ja auch intuitiv, dass es an der Zeit ist für einen Tapetenwechsel. Höre also immer gut auf deine innere Stimme und mache genau das, was sich für dich richtig anfühlt!

Geben und Nehmen in einer Beziehung

In einer Beziehung ist es wichtig, dass es ein Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen gibt. Beide Partner sollten sich gleichermaßen engagieren und sich gegenseitig unterstützen. Wenn einer der beiden immer nur gibt und der andere immer nur nimmt, kann das zu Frustrationen und Missverständnissen führen. Um eine glückliche und erfüllte Beziehung zu führen, ist es daher wichtig, dass beide Partner an dem Gleichgewicht arbeiten.

Oasen der Ruhe und Zweisamkeit schaffen

Hand aufs Herz, im Alltag rauschen wir doch oft nur aneinander vorbei und leben nebeneinander her. Umso wichtiger ist es, euch regelmäßig kleine Oasen füreinander zu schaffen. Und das bedeutet, raus aus dem Alltag, damit die Liebe wieder in den Fokus rücken kann. Gönnt euch zum Beispiel ein romantisches Wellness-Wochenende, in dem ihr gemeinsam zur Ruhe kommen und euch wieder auf das Wesentliche besinnen könnt.

Durch Aufmerksamkeit die Liebe wiederfinden

Dein Partner ist der Mensch, mit dem du dein Leben teilst. Das hat nur Bedeutung, wenn ihr auch wirklich am Leben des anderen teilhabt und ihn an eurem Leben teilhaben lasst. Aufmerksamkeit ist gerade in einem hektischen Alltag ein großes Geschenk und ein Zeichen von Wertschätzung, das gar nicht hoch genug in Ehren gehalten werden kann. Hört einander zu und gönnt euch täglich einen ruhigen Moment zum Austausch eurer Gedanken und Gefühle, und zwar ohne Smartphone, Fernsehen und sozialen Medien. Hier findest du unseren Fachartikel zum Thema „Negative Gedanken„.

Es gibt inspirierende Paarspiele mit denen man echte Verbundenheit schaffen kann.

Respekt und Achtung in der Beziehung

In jeder Beziehung gibt es Höhen und Tiefen und auch ein Streit gehört bei vielen Paaren dazu. Wichtig ist allerdings, dass du deinem Partner immer mit Respekt begegnest und auch darauf achtest, dass dir der nötige Respekt entgegengebracht wird. Lass dich auch im Streit nicht zu Gemeinheiten hinreißen, Worte können zerstörerisch sein und lassen sich nicht mehr zurücknehmen. Lese hierzu auch unseren Fachartikel zum Thema Konflikte lösen.

 

Schriftzug Leitfaden zur Selbstreflexion

Selbstreflexion erlernen und die Botschaften des Partners erkennen

Selbstreflexion ist ein Schlüssel zu einer guten Beziehung. Im Beziehungsleben ist man ein großes Stück weiter, wenn man anerkennt, dass das Außen eine Widerspiegelung der eigenen innerlichen Befindlichkeiten ist. Oft ist es so, dass der Partner ein Gegenstück zu einem selbst ist: Wo die eigenen „Themen“ gelagert sind, bewegt sich der Partner sehr oft im anderen Extrem. Wenn nun zum Beispiel eine Frau sehr stark in der Thematik der „Unterwürfigkeit“ verhaftet ist und ihr Mann in der „Tyrannei“, kann es bei Nichtauflösung der Themen zu äußerst problematischen Beziehungsmustern kommen. Lese hier unseren Artikel zum Thema Glück im eigenen Leben finden.

Beziehungen, die aus dem Herzen geschlossen wurden, sind ein wunderbares, immer perfektes Umfeld, um die eigenen Themen zu bearbeiten. Wenn ich dies erkenne und auch annehme, dass mein Partner eigentlich mein Lehrer ist, befinde ich mich schon auf dem richtigen Weg. Diese Einstellung zu einer Beziehung ist der Gegenpol zum Trend der „Lebensabschnittspartnerschaft“.

„Der Mensch in der westlichen Welt tendiert dazu, sich nicht verändern zu wollen, lieber zu konsumieren als zu lernen. Natürlich kann dieser Lebensstil auf Dauer nicht glücklich machen – er ist ein kurzlebiges Vergnügen, welches viel Schmerz zu einem selbst zurückkommen lässt.“ [5]

Folglich ist es wichtig, in einer Beziehung die eigenen Gemütszustände zu hinterfragen:

  • Was ist die Ursache meiner Emotionen?
  • Wiederholen sich meine Emotionen? Kenne ich diese aus früheren Beziehungen?
  • Was spiegelt mir mein Partner wider?
  • Wann empfinde ich Ablehnung oder Angst?

Durch die Beantwortung dieser Fragen lege ich den Fokus auf mich und meine inneren Bedürfnisse. Dies bereitet den Weg für eine positive Veränderung meines Verhaltens. Dies wiederum schafft Raum für Neues und lässt eine Beziehung in ungeahnter Weise erblühen.

Auf den Moment achten und im Hier und Jetzt leben

Wenn du dir die Formel 5:1 von John Gottman vor Augen führst, wird dir bewusst, wie wichtig jeder kleine Moment sein kann. Eine unbedachte Reaktion deinem Partner gegenüber kann ein negatives Gefühl hinterlassen, das sich erst durch fünf positive Reaktionen und damit einhergehende Gefühle wieder ausgleichen lässt. Und was ist, wenn in der Zwischenzeit noch mehr schlechte Gefühle hinzukommen, weil du in der Hektik des Alltags unbedacht reagierst? Dann wird die Bilanz immer unausgeglichener und irgendwann leidet die Beziehung darunter. Also achte darauf, wie du mit deinem Partner umgehst, jeden Tag und jeden Augenblick.

Weiterführende Informationen:

  • Wikipedia Artikel zu Karl Wolf Biermann (* 15. November 1936 in Hamburg), einem deutschen Lyriker. Online im Internet: http://de.wikipedia.org/wiki/Wolf_Biermann (Stand 19. Oktober 2014)
  • Wikipedia Artikel zu Reinhold Niebuhr (* 21. Juni 1892 in Wright City, Missouri; † 1. Juni 1971 in Stockbridge, Massachusetts), US-amerikanischer Theologe, Philosoph und Politikwissenschaftler. Online im Internet: http://de.wikipedia.org/wiki/Reinhold_Niebuhr (Stand 19. Oktober 2014)
  • Tania Konnerth (2014). Einführung in das Thema Veränderung. Online im Internet: http://www.zeitzuleben.de/2189-einfuhrung-in-das-thema-veranderung/ (Stand 19. Oktober 2014)
  • Dominik Borde (2014). Warum positive Veränderung den meisten Menschen schwer fällt. Online im Internet: http://www.sozialdynamik.at/coaching/du-selbst/warum-positive-veranderung-den-meisten-menschen-schwerfallt#sthash.s1JA5L1K.dpbs (Stand 19. Oktober 2014)
  • Prof. Dr. Ulrich Mees: Liebe und Verliebtsein. In: Einblicke. Forschungsmagazin der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
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Bildquellen

  • Sandra und Matthias Exl: Geza

Quellenangaben

Quellenangaben
1 John M. Gottman: Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe, Ullstein-Verlag, Berlin; TB 5. Auflage 2017
2 The Gottman Institute: A research-based approach to relationships
3 Dipl.-Psychologin Miriam Junge: Ich + Ich = Wir: Tipps für das Gelingen eurer Partnerschaft, Februar 2017
4 https://www.tagesspiegel.de
5 Befreie dich selbst! Über die Kunst eines erfüllten Lebens„, Matthias A. Exl, MBA, Mankau Verlag, 2008